Pflanzenporträt: JOJOBA

Ein Beautytalent, das von den Indianern Nordamerikas schon seit vielen Generationen geschätzt wird: Jojoba. Dass die Wüstenpflanze enorm viel Wasser speichern kann, kommt nämlich auch unseren Haaren und unserer Haut zugute. Aber das sind noch längst nicht alle positiven Eigenschaften…

Der Jojobastrauch (Simmondsia chinensis) mag es extrem: Ob Nachttemperaturen von 0 Grad oder Tagestemperaturen von etwa 45 Grad – das bis zu drei Meter hohe, immergrüne Gewächs hält allen Wettern stand. Zu finden sind Jojobasträucher vor allem in den Wüstenregionen Mexikos, Kaliforniens und Arizonas. Weitere Anbaugebiete sind die heißen Gegenden in Australien, Peru, Argentinien und Israel. Auch in Sachen Alter ist der Jojobabusch kaum zu schlagen: Sage und schreibe 200 Jahre lang kann er fortbestehen.

Sein wichtigster Überlebenshelfer ist die bis zu sechs Meter lange Pfahlwurzel, die sich Wasser aus den Tiefen der Erde ziehen kann. Diese wasserspeichernde Fähigkeit macht sich auch die Naturkosmetik zunutze, wie wir gleich noch sehen werden.

Traditionelles Schönheitsmittel

Der Name Jojoba kommt ursprünglich aus der Sprache des Indianerstamms „Tohono O’Odham“, und wurde dort „ho-ho-wi“ ausgesprochen. Daraus machten die spanischen Entdecker und Missionare des 18. Jahrhunderts schließlich „ho-ho-ba“. Die Indianer verwendeten vor allem Jojobaöl, welches aus den olivengroßen Samen des Jojobastrauchs gewonnen wird: Zum Beispiel bei Magenerkrankungen und zur Linderung von Schmerzen, sowie bei der Pflege. Die Frauen schworen insbesondere auf die haarpflegenden Eigenschaften der Jojoba-Samen: Dank ihres Reichtums an Vitaminen und Nährstoffen erhält sprödes Haar wieder mehr Glanz und Elastizität. Jojobaöl ist außerdem eine Wunderwaffe gegen Haarausfall und Schuppen.

Liebling der Beauty-Branche

Drei Gründe, warum wir Jojobaöl so lieben: Es spendet unserer Haut extra viel Feuchtigkeit, bietet ihr optimalen Schutz, und es zieht superschnell ein. Da es zudem geruchsneutral ist, lässt es sich auch wunderbar mit anderen Inhaltsstoffen kombinieren. Allerdings: Die Bezeichnung „Öl“ ist etwas irreführend, da die Samen zu rund 60 Prozent aus Wachs bestehen, welches erst bei Zimmertemperatur flüssig wird. Dank dieser wachsartigen Struktur kann Jojobaöl jedoch nicht oxidieren und wird somit auch kaum ranzig. Ein weiterer großer Vorteil also!

Eins für alle

Jojobaöl ist für jeden Hauttyp geeignet. Sogar für ölige Haut, da es den Fettgehalt des Teints auf natürliche Weise reguliert. Neben der bereits erwähnten feuchtigkeitsbewahrenden Eigenschaften, schützt das enthaltene Vitamin E unsere Haut vor Umwelteinflüssen und vorzeitiger Alterung. Zusätzlich regt Provitamin A das Zellwachstum an und fördert die Kollagenbildung – für ein frisches und glattes Hautbild. Aufgrund seiner sehr nährenden und beruhigenden Wirkung eignet sich reines Bio-Jojobaöl auch wunderbar als Massageöl. Einfach in die noch feuchte Haut einmassieren und genießen.

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