Mücken? Macht bloß die Fliege!

Surren, flirren, summen – stechen! Plagegeister wie Mücken & Co versuchen immer wieder aufs Neue, uns zu attackieren. Besonders nach Sonnenuntergang werden die kleinen Nachtschwärmer so richtig aktiv. Doch bevor Sie Ihre Outdoor-Aktivitäten in den Winter verlagern, probieren Sie’s doch mal mit unseren Tipps für einen stichfreien Sommer.
Mücken macht bloß die Fliege, Foto: PIXABAY

Die Hochsaison für allerlei stechende Blutsauger beginnt spätestens Ende Mai an den ersten lauen Abenden. Wer sich nicht mit Kleidung oder einem wirksamen Abwehrmittel schützt, wird jetzt im Nu mit juckenden Stichen gestraft. Da hilft nur Mückenspray – denkt man. Doch viele herkömmliche Präparate haben einen ziemlich unangenehmen Geruch oder – was noch schlimmer ist – sind aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung ein weit größeres Übel für unseren Organismus, als die meist harmlosen Souvenirs eines Sommerabends.

Als besonders bedenklicher Inhaltsstoff gilt das sogenannte DEET, das Diethyltoluamid. Es ist zwar durchaus wirkungsvoll gegen Insekten, wird jedoch in anderen Bereichen als aggressives Lösungsmittel eingesetzt, das Kunststoffe, Kunstfasern und Leder angreift. Auf unserer empfindlichen Haut hat DEET also nichts verloren. Doch es gibt natürliche, unbedenkliche Alternativen!

Gelbes Licht statt voller Gießkannen

Mücken lieben feucht-warmes Klima. Ihre Larven entwickeln sich am besten in stehenden Gewässern, wie Teichen oder Seen. Mückenbrutstätten in Hausnähe, wie zum Beispiel nicht entleerte Gießkannen und verstopfte Dachabläufe, sollte man daher tunlichst vermeiden. Auf der Terrasse gilt: Weiße Glühbirnen gegen gelb leuchtende austauschen – angeblich können Mücken diese Art von Licht nicht sehen und werden dementsprechend auch gar nicht angezogen.

So können die Plagegeister Sie nicht riechen

Über den Geruch wirken verschiedene Hausmittel, wie beispielsweise Nelkenöl. Mischt man es im Verhältnis 1:4 mit einem alkoholhaltigen Pflanzenwasser, erhält man eine wirksame Mixtur zum Einreiben. Wer es lieber cremig mag, mischt Nelkenöl einfach tröpfchenweise in seine Bodylotion. Weitere ätherische Öle mit Anti-Mücken-Effekt sind Zitrone, Bergamotte, Eukalyptus, Sandelholz, Minze und Lavendel. Für einen verlässlichen Mückenschutz im Schlafzimmer eignet sich daher auch ein Kräutertopf mit letzterem. Lavendelöl ist für den Menschen besonders wohlriechend, Mücken aber empfinden den Duft als sehr unangenehm.Positiver Nebeneffekt: Die Heilpflanze hat eine wunderbar beruhigende Wirkung und fördert einen gesunden Schlaf.

Auch der aus den USA stammende Trompetenbaum gehört zu den Geheimwaffen gegen Mücken. Zerreibt man seine Blätter oder Blüten, wird sein eigentümlicher Geruch deutlich. Dieser stammt vom enthaltenen Catalpin, einem schwach giftigen Stoff, der Mücken und andere Insekten fernhalten kann. Eine Gartenbank unter dem üppig blühenden Baum ist somit der ideale Platz für entspannte sommerliche Abendstunden. Und sogar unser Gemüsegarten hält Lösungen bereit. Eine davon ist die Tomate. Stellt man eine Pflanze am Fenster auf, werden Mücken ganz natürlich vertrieben, beziehungsweise kommen erst gar nicht ins Haus.

Zum Opfer der Mücken geworden? Hier gibt’s Erste Hilfe

So gut die Vorkehrungen auch sein mögen, der eine oder andere Pieks wird sich über die Sommermonate nicht vermeiden lassen. Doch auch für diesen Fall gibt es natürliche Hausmittel gegen Juckreiz und Rötungen. Zur Soforthilfe am besten eine Zwiebel halbieren und auf den Stich pressen. Das darin enthaltene Schwefelöl wirkt entzündungshemmend und abschwellend. Je rascher man handelt, umso besser ist die Wirkung. Zur Desinfektion kann man Teebaum- oder Lavendelöl auftragen, außerdem Eiswürfel, Pfefferminzöl oder Aloe vera Gel zur Kühlung. Zur inneren Anwendung eignen sich Apis Globuli, ein homöopathisches Mittel auf Basis von Bienengift. Damit geht die Schwellung rasch zurück und der Juckreiz klingt ab.

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