Pflanzenporträt: Zitrone

Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade daraus. Oder Naturkosmetik! Die gelben Früchte besitzen nämlich jede Menge Talente für unsere Schönheit: Sie straffen, beleben und sorgen für rundum strahlende Haut. Besonders beliebt sind die sauren Exoten jedoch aufgrund ihres Aromas, das wie pure Sonne auf unsere Stimmung wirkt.
Titelbild Pflanzenporträt: Zitrone Bild: pixabay

Jeder kennt die gelben Früchte mit ihrer typischen Form und den spitzen Enden. Botanisch gesehen ist die Zitrone eine Beere, die in ihrem Inneren Samenkerne beherbergt. Ihre Heimat ist vor allem Ost- und Südostasien, aber auch Persien und Regionen des Himalaya. Schon vor mehr als 4000 Jahren wurde die Zitrone in China kultiviert, wo sie zunächst dem Kaiser und höheren Beamten vorbehalten war. Alexander der Große lernte den „Goldenen Apfel“ auf seinem Asien-Feldzug kennen. Doch erst hunderte von Jahren später gelangte die aromatische Zitrusfrucht schließlich in unseren Kulturkreis: Vermutlich wurde sie im 10. Jahrhundert von den Arabern nach Europa gebracht.

Von der Küche in die Welt der Düfte

Kulinarisch ist die Zitrone heute nicht mehr wegzudenken, und auch in Sachen Gesundheit hat sie sich einen Namen gemacht. Sie aktiviert dank ihres hohen Vitamin-C-Gehalts die weißen Blutkörperchen und stärkt so unser Immunsystem. „Heiße Zitrone“, aus dem Saft der Früchte frisch aufgebrüht, ist längst kein Geheimtipp mehr für die Erkältungszeit. Neben dem puren Saft wird auch die aromatische Schale der Zitrone genutzt. Sie wird vor allem als frische Note in Feingebäck eingesetzt, beherbergt aber gleichzeitig das vielseitige Zitronenöl: Das leicht gelbe, charakteristisch duftende Öl wird durch Kaltpressung aus den Schalen gewonnen. Es kommt sowohl in der Aromatherapie als auch der Kosmetik- und Parfumindustrie zum Einsatz, findet jedoch auch im Lebensmittelbereich und bei der Herstellung von Putzmitteln Verwendung. Hauptinhaltsstoff ist Limonen, der Zitronenduft wird allerdings von gering konzentriertem Citral erzeugt.

Saures Schönheitselixier

In der Kosmetik eignet sich Zitronenöl vor allem zur Pflege von fettiger, unreiner Haut, wirkt gegen Akne und Hautirritationen. Sein Vitamin-C-Gehalt und die enthaltene Fruchtsäure sorgen für eine strahlend reine Haut. Das Öl zeichnet sich außerdem durch seine hautstraffende Wirkung aus und wirkt optimal bei Bindegewebsschwäche und Cellulitis.

Das duftende Schalenöl kann aber noch mehr: Es wirkt als natürliches Bleichmittel. Bei häufiger Anwendung können damit Sommersprossen und stumpfe Haut aufgehellt werden. Einziger Nachteil: Zitronenöl kann die Haut lichtempfindlich machen. Man sollte deswegen nach der Anwendung nicht direkt in die Sonne gehen. Dem Haar verleiht Zitronenöl ganz besonderen Glanz und kann auch hier aufhellend wirken: Einfach einige Tropfen ins Shampoo geben und den individuellen „Beach-Blond-Look“ kreieren.

In der Aromatherapie gilt die Zitrone als stimmungsaufhellend, depressionsmildernd und erheiternd. Ihr Öl ist energiespendend, erfrischend und inspirierend. Kein Wunder, dass es sich gegen Antriebslosigkeit und Depressionen, Lustlosigkeit und Müdigkeit bewährt hat und neben klassischen Mischungen zur Raumbeduftung häufig auch in erfrischender Körperpflege zum Einsatz kommt.

Zitronig-frische Lieblingsprodukte der naturalbeauty-Redaktion:

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