Weihrauch, Gold und Myrrhe

Die Heiligen Drei Könige können nicht irren: Gold, Weihrauch und Myrrhe waren und sind kostbar. Mittlerweile hat das weihnachtliche Gaben-Trio dank seines erstaunlichen Wirkstoffreichtums ein neues Betätigungsfeld gefunden – die Schönheitspflege.

Weihrauch war im Niltal schon vor über 3000 Jahren populär. Die Pflanze stammt aus Somalia, Äthiopien und Indien und wurde damals bereits über feste Handelsrouten transportiert. Die Ägypter nutzten das Harz des Weihrauchbaums für Räucherungen und zur Wundbehandlung. Römer und Griechen setzten ihn ebenfalls zur Wundreinigung, aber auch bei Atemwegerkrankungen und Verdauungsproblemen ein. Auch Hildegard von Bingen kannte im Mittelalter seine Heilkraft. Ende des 19. Jahrhunderts geriet die Pflanze in Vergessenheit und fand erst mit der Rückbesinnung auf Naturheilmittel wieder zurück in die Medizin.

1991 wurde der entzündungshemmende Wirkstoff Acetyl-11-keto-b-Boswellia-Säure nachgewiesen, der in Heilungsprozesse eingreift und sie beschleunigt. Dank dieser Eigenschaft unterstützt Weihrauch auch wirksam die Regeneration der Haut und ist damit ein viel versprechender Wirkstoff besonders in der medizinischen Hautpflege.

Mehr als purer Glanz: Goldene Zeiten für die Haut

Auch Gold als wertvolles Edelmetall wird schon lang gehandelt und in verschiedensten Kulturen verehrt. Die moderne Kosmetik beweist, dass man daraus weit mehr machen kann, als nur Schmuckstücke – denn reines Blattgold versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und lässt den Teint strahlen: Gold kann das Dreihundertfache seines Eigengewichts an Feuchtigkeit binden. Gold (und übrigens auch Silber!) werden optimal von den Hautzellen aufgenommen und wirken Alterungsprozessen von innen heraus entgegen. Dier Haut wird besser mit Sauerstoff versorgt, von innen gestärkt und sichtbar straffer. Im Make-up sorgen feine Goldpartikel zudem für eine spezielle Art der Lichtbrechung und verleihen dem Teint einen sanften Schimmer.

Myrrhe – duftendes Pflegewunder

Die Myrrhe ist mit dem Weihrauch verwandt und wächst in denselben Regionen. Ihr ätherisches Öl gewinnt man durch Wasserdampfdestillation des Harzes. Auch die Myrrhe fand bereits im alten Ägypten Anwendung – unter anderem zur Einbalsamierung. Ihr warmer, würzig-süßer Duft war außerdem als Räucherwerk beliebt. Zwar ist er dem Weihrauch sehr ähnlich, insgesamt aber weicher und feiner, was der Myrrhe den Weg in die Welt der Parfümerie eröffnete. Noch heute findet sie als Kopfnote in edlen Parfüms Einsatz.

Da Myrrhe antiseptisch wirkt, findet man sie zudem in zahlreichen Mundwässern und Zahnpasten und auch sonst ist die Liste der inneren und äußeren Anwendungsmöglichkeiten lang. Eine ihrer wichtigsten Einsatzgebiete ist jedoch die Hautpflege – denn ätherisches Myrrheöl versorgt trockene, strapazierte und reife Haut intensiv mit Feuchtigkeit und verjüngt dank seiner antioxidativen Wirkung schon nach wenigen Behandlungen.

Weihrauch, Gold und Myrrhe haben also durchaus kosmetische Vorzüge, die es zu entdecken lohnt… Gönnt Euch ein klein wenig Beauty-Dekadenz zum Fest!

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