Kürbis – Gesundes Schwergewicht

Aus der Herbstzeit ist er einfach nicht weg zu denken: Der Kürbis. Knallorange, gelb und grün leuchtet er uns in allen Formen und Größen aus Deko-Arrangements und Gemüsekisten entgegen. Außer mit bunten Farben, reichlich Gewicht und einem guten Geschmack kann er allerdings noch mit viel mehr aufwarten. Wir verraten, warum der Kürbis nicht umsonst der Star unter den Kletterpflanzen ist.
Magazin: Kürbis - Gesundes Schwergewicht Bild: pixabay

Die Ureinwohner Mittel- und Südamerikas kultivierten den Kürbis bereits vor rund 10.000 Jahren. Nach Europa gelangte er jedoch erst im 15. Jahrhundert nach der Entdeckung Amerikas und wurde mit den Jahrhunderten immer beliebter.

Bunt und vielfältig

Die einjährige Kletterpflanze wächst meist rankenförmig am Boden und ist mit den Gurken- und Melonengewächsen verwandt. Eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich in Sachen Form und Schalen-Struktur ja durchaus feststellen: Kürbisse können rund, oval oder flaschenförmig sein. Oft sind sie bunt mit Streifen, Flecken oder netzartigen Mustern. Neben wahren Riesen mit über hundert Kilo existieren übrigens auch Sorten, die klein wie Mandarinen sind. Fast alle Kürbisse sind genießbar, mit Ausnahme einiger Zierkürbis-Sorten, die einen sehr unangenehmen Bitterstoff enthalten, der Magenkrämpfe verursachen kann.

Zu den beliebtesten Speisekürbissen zählen heute der Hokkaido-, der Muskat-, der Butternut- und der Eichelkürbis:

  • Hokkaido-Kürbis: orange Schale und faserarmes festes Fruchtfleisch. Sehr aromatisch, kräftig-süßlich, mit 1-2 kg relativ klein. Praktisch: Seine Schale kann man mitessen und er ist DER Suppenkürbis schlechthin.
  • Muskat-Kürbis: gerippte Schale (grün-hellbraun), bis zu 20 kg. Fruchtfleisch leuchtend orange, schmeckt leicht nach Muskat, eher süßes Aroma, gut für Aufläufe, zum Backen oder für Marmeladen.
  • Butternut: hoher Fruchtfleischanteil (wenig Kerne, dünne Schale), süßlich-nussiger Geschmack, besonders reich an Karotin. Kann auch roh gegessen werden.
  • Eichelkürbis: Gerippte Schale, grün, orange gesprenkelt. Das köstliche orange-gelbe und feste Fruchtfleisch hat ein nussiges Aroma. Besonders gut für Ofengerichte.
Schwer zu übertreffen

Auch als Schwergewicht ist der Kürbis besonders kalorienarm: In ihm stecken nur rund 25 Kilokalorien pro 100 Gramm. Der Grund dafür liegt im hohen Wassergehalt des bunten Gemüses – wie bei Gurken und Melonen etwa 90 Prozent. Neben Wasser enthält der Kürbis aber auch jede Menge wertvolle Vitamine (E, C, B) und Kieselsäure, die unser Bindegewebe, die Haut und die Nägel stärkt.

Kürbisse sind zudem reich an Carotinoiden, die als Antioxidantien der Bildung von freien Radikalen im Körper entgegenwirken und unsere Zellen schützen. Daneben enthält der Kürbis einen weiteren sekundären Pflanzenwirkstoff: Phytosterin, das oxidativen Prozessen entgegen wirkt. Das enthaltene Kalium ist vor allem für den Flüssigkeitshaushalt des Körpers verantwortlich. In geringeren Mengen enthält Kürbisfleisch auch Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink und Selen.

Als besonders gesund gilt außerdem das hochwertige Kürbiskernöl. Es wird aus den Kernen des steirischen Ölkürbisses gewonnen. Denn der unterscheidet sich von anderen Kürbissen durch ein einzigartiges Merkmal: Er hat die harte Samenschale durch eine Mutation verloren, sodass den Samenkern nur noch ein dünnes Silberhäutchen schützt. Diese weiche Konsistenz ermöglicht eine effiziente Pressung des Öls – und das hat es in sich: Kürbiskernöl hat einen hohen Vitamin E-Gehalt, senkt den Cholesterinspiegel und enthält mehrfach ungesättigte Fettsäuren – vor allem Linolsäure, eine zweifach ungesättigte Omega-6-Fettsäure, die wir für verschiedene Stoffwechselprozesse brauchen.

Ganz schön prall gefüllt, so ein Kürbis. Jetzt haben wir noch mindestens 10 gute Gründe mehr, die nächste Suppe (natürlich mit einem Spritzer Kernöl obendrauf) so richtig zu genießen!

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