Layering – In Schichten zur Schönheit

Beauty-Geheimnisse aus dem fernen Osten liegen voll im Trend – besonders, weil sie den Staub von der deutschen Schönheitsszene pusten. Die Besonderheiten asiatischer Pflege überzeugten uns bereits beim Double-Cleansing und fermentierter Kosmetik. Höchste Zeit, die japanische Methode des „Layering“ unter die Lupe zu nehmen.
Layering, Foto: PIXABAY
Individuelle Hautpflege statt All-in-One

Viele mögen es in Sachen Beauty vor allem morgens schnell und praktisch. Da liegt der Griff zum 3-in-1 Produkt natürlich nah. Wer jedoch Wert auf individuelle Pflege legt, dem eröffnen sich dank des Layering-Prinzips ganz neue Möglichkeiten. Das Prozedere ist allerdings umfangreich: Bis zu 10 Pflegeprodukte werden dabei nacheinander und in einer bestimmten Reihenfolge aufgetragen, um perfekt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Haut eingehen zu können. Dieses aufwendige Schichtsystem erscheint uns hierzulande ungewohnt, gehört in Asien aber zur ganz alltäglichen Pflegeroutine. Als störend oder gar kompliziert wird das nicht empfunden, im Gegenteil: Man nimmt sich gerne die Zeit, um sich selbst mit einem ausgiebigen Pflege- und Verwöhnprogramm etwas Gutes zu tun.

Bedeuten mehr Produkte auch mehr Pflege?

Das Ziel beim Layering liegt nicht in einem gesteigerten Pflegeeffekt durch Dopplung von Produkten. Zwei Produkte gegen eine müde Augenpartie zu benutzen, wäre also nicht im Sinne des Rituals. Vielmehr geht es um die Kombination ausgewählter Pflegeprodukte mit unterschiedlichen Wirkungen, die sich gegenseitig ergänzen. Das ermöglicht eine Pflegeroutine, die den individuellen und durch die Jahreszeit bedingten Bedürfnissen der Haut ideal angepasst werden kann. Dabei sollte man sich vorsichtig an die richtigen Produkte und die verschiedenen Schichten herantasten. Bloß nichts überstürzen – ansonsten droht die Gefahr einer überpflegten Haut, die sich durch Trockenheit oder Irritationen bemerkbar machen kann.

Ein Hauch von Asien

Für ein effektives Layering eignen sich – besonders für Einsteiger – asiatische Pflegeprodukte am besten, da sie speziell für das Auftragen in mehreren Schichten entwickelt werden. Durch die schnell einziehenden und besonders leichten Rezepturen lassen die Produkte sich gut kombinieren, ohne die Haut zu überpflegen. Man kann die einzelnen Schritte natürlich auch mit europäischer Kosmetik nachahmen. Eines gilt für asiatische ebenso wie für europäische Produkte: Alle Schichten werden nur hauchdünn aufgetragen!

Die Schichten im Detail
1. Reinigung mit Double-Cleansing

Ein Reinigungsöl oder Mizellenwasser hilft dabei, alle Rückstände von der Haut zu entfernen. Zur anschließenden porentiefen Reinigung eignet sich Reinigungsschaum oder –milch. Die Grundlage für ein klares Hautbild ist somit geschaffen und die Pflegeprodukte können effizienter wirken. Wer möchte, kann vor dem nächsten Step gelegentlich noch ein Peeling machen. Mehr zum Thema Double-Cleansing findet Ihr hier.

2. Erfrischende Feuchtigkeit

Für einen ersten Frischekick empfiehlt sich ein Gesichtswasser in Form eines Sprays. Während das Pflege-Treatment damit hierzulande häufig beendet wird, nutzt man es in Asien als Grundlage für die folgenden Layer und das Make-Up. Wie ein feiner Nebel legt sich das zerstäubte Gesichtswasser auf die Haut und kann so erfrischen und beruhigen. Viele Asiatinnen lassen das Spray an dieser Stelle weg und pflegen nur mit dem reichhaltigen Toner im nächsten Schritt. Stattdessen wird das Gesichtswasser bei Bedarf verwendet, um die Haut vor dem Austrocknen zu bewahren.

3. Nachhaltige Hydration

Der eigentliche Feuchtigkeitsboost folgt im dritten Schritt mit einem reichhaltigen Toner, der im asiatischen Raum die Funktion eines Serums erfüllt. In der Regel wird der Toner je nach Hautbild 3 bis 7 Mal in hauchzarten Layern aufgetragen. Wird anschließend eine Maske verwendet, reicht einmaliges Auftragen völlig aus. Mit seiner speziellen, gelartigen Konsistenz spendet der Toner nachhaltige und intensive Feuchtigkeit. Davon profitiert besonders trockene Haut, die dadurch deutlich geglättetet wir und jünger erscheint.

4. Wirkstoffe in Konzentration

Während trockene Haut von der nachhaltigen Hydration in Schritt drei profitiert, ist die vierte Schicht, die aus einem ausgleichenden Serum besteht, vor allem bei öliger und Mischhaut essentiell. Durch Regulation der Talgproduktion wird der typische Glanz, der sich bei fettiger T-Zone im Laufe des Tages bildet, wirksam verhindert.

Das gilt auch für normale bis anspruchsvolle Haut.

5. Schutz und Pflege

Mithilfe einer Lotion wird die Haut nachhaltig mit Feuchtigkeit versorgt. Für eine reichhaltigere Pflege empfiehlt sich stattdessen eine leichte Creme. Bei extrem trockener oder besonders anspruchsvoller Haut,  können Lotion und Creme auch nacheinander aufgetragen werden – im Doppelpack als SOS-Treatment. Alternativ kann ein Pflegeöl verwendet werden.

6. Strahlende Augen

Im sechsten Schritt widmen wir uns der empfindlichen Augenpartie. Ein frischer Look ist dabei ebenso das Ziel wie die Glättung feiner Linien, Reduktion von Augenringen und Vermeidung weiterer Faltenbildung. Das Ergebnis ist ein wacher Blick und ein verjüngtes Hautbild.

7. Weiche Lippen

Auch die Lippenpflege darf beim Layering nicht zu kurz kommen. Spröde Lippen werden mit einem Pflegestift geschmeidig gepflegt – für einen verlockenden Kussmund.

8. Sonnenschutz

Besonders im Sommer ist der Schutz vor UV-Strahlung unerlässlich – nicht nur, um frühzeitiger Hautalterung vorzubeugen, sondern auch, um das Hautkrebsrisiko zu reduzieren. Eine getönte Sonnencreme, die als letzte Pflegeschritt aufgetragen wird, schützt nicht nur, sondern kaschiert zusätzlich Hautunreinheiten.

Unsere Produkttipps: Die südkoreanische Trendmarke WHAMISA bietet ein breites Sortiment an zertifizierter Naturkosmetik, das speziell für die Anwendung im Layering-Verfahren entwickelt wurde. Ergänzend empfehlen wir weitere Produkte, die dank ihrer leichten Texturen ebenfalls Schicht für Schicht eingesetzt werden können.

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