Echt stark: Anti-Aging aus der Natur

Ein weit verbreitetes Vorurteil: Bio ist ja schön und gut, aber gegen Falten? Da müssen schon schwerere Geschütze aufgefahren werden. Denkste! Auch in der Naturkosmetik gibt es Power-Wirkstoffe wie Kollagen, Hyaluronsäure und Coenzym Q10, die oft sogar noch besser wirken, als ihre konventionellen Kollegen. Hier kommt die „grüne“ Anti-Aging-Liste.
Echt stark: Anti-Aging aus der Natur, Foto: PIXABAY

Die meisten Naturkosmetik-Hersteller bieten auch eine Pflegelinie für reife Haut. Wer die Zutatenliste studiert, trifft schnell auf alte Bekannte aus konventionellen Cremetöpfen. Die Rede ist von Hyaluronsäure, Kollagen oder Coenzym Q10. Wird da etwa geschummelt? Nein, keine Sorge! Denn, auch wenn viele es nicht vermuten, Wirkstoffe aus der Natur sind synthetischen nicht nur ebenbürtig sondern oft sogar überlegen. Wir stellen Dir die interessantesten Bio-Straffmacher vor:

Grüner Fugenfüller: Akaziengummi ersetzt Silikon

Herkömmliche Kosmetikhersteller setzen in der Anti-Aging-Pflege am liebsten auf den Blitzlifting-Effekt von Silikon. Da es wie ein Fugenfüller funktioniert, der sich wie eine zweite Haut übers Gesicht legt, sieht man sofort um Jahre jünger aus. Doch abends nach der Reinigung kommt dann meist die Ernüchterung. Die Haut fühlt sich trocken an, da sie unter dem Film leicht aufgequollen ist. Bio-Beauty-Hersteller verwenden als „grüne“ Alternative deshalb vor allem Akaziengummi. Eingebettet in Cremes lagert sich der milchige Saft, der wie Harz aus der angeschnittenen Rinde des Baumes fließt, gezielt in den Fältchen ab und verleiht unserem Gesicht einen ebenmäßigen glatten Teint. Ganz ohne Austrocknen …

Kollagen? Mach ich doch glatt

Hauptbestandteil unseres Bindegewebes – und damit die „Füllung“ von Gesicht und Körper – ist Kollagen. Leider lässt die Produktion dieser Eiweißfasern mit zunehmendem Alter nach, so dass die Haut erschlafft. Der Gedanke, den Straffmacher von außen zu ersetzen, liegt also nah. Bereits 1954 kam die erste Creme mit Rinderkollagen auf den Markt. Heute dienen vor allem Fische und Schweine als Lieferanten für diesen Wirkstoff.

Das ist natürlich für Naturkosmetik ein No-Go, denn Zutaten, die von toten Tieren stammen, sind aus ethischen Gründen nicht erlaubt. Es gibt allerdings ein NATRUE-zertifiziertes Bio-Kollagen, das aus Quallen hergestellt wird. Da diese Meeresbewohner weder Gehirn noch Nervensystem haben, darf ihr Gewebe problemlos verwendet werden. Quallenkollagen bietet viele Vorteile: Zum einen haben die Moleküle Seitenarme aus Zuckerketten, durch die das Quallenkollagen deutlich mehr Wasser binden kann. Zum anderen wird es wesentlich besser vertragen, als zum Beispiel Fisch-Kollagen, auf das manche Menschen allergisch reagieren.

Trotzdem: Das Bindegewebe aufpolstern kann kein Kollagen der Welt, auch wenn konventionelle Anbieter das manchmal versprechen. Die tolle Wirkung beruht vielmehr darauf, dass Kollagen einen Film auf der Haut bildet, der Feuchtigkeit spendet – so sieht der Teint länger jung und wunderbar prall aus.

Coenzym Q10: Zündfunke aus Pflanzenzellen

Wer sich schlapp fühlt, braucht einen kleinen Energie-Kick. So ähnlich geht es auch unseren Hautzellen, die zu ihrer regelmäßigen Erneuerung Coenzym Q10 benötigen. Dahinter verbirgt sich eine vitaminähnliche Substanz, die den Kraftwerken unserer Zellen die nötige Power liefert. Im Laufe der Jahre nimmt ihre Produktion aber leider stetig ab. Als 1997 die ersten konventionellen Cremes mit synthetischem Coenzym Q10 auf den Markt kamen, war das ein echter Durchbruch – den allerdings eine ganze Reihe von Frauen mit Hautreizungen bezahlt hat.
Für echte Naturkosmetik wird der Wirkstoff dagegen aus den Zellen grüner Pflanzen gewonnen, die mit Hefe fermentiert werden. Dadurch ist er in seiner Struktur dem hauteigenen Coenzym Q10 viel ähnlicher als die chemische Variante. Er verjüngt, ohne die Haut zu irritieren.

Die Spannung steigt – mit Hyaluronsäure

Als wahrer Jungbrunnen gilt auch Hyaluronsäure. Das ist ein körpereigener Zuckerstoff, der winzige Wasserkissen zwischen den Bindegewebsfasern bildet und die Haut dadurch schön glatt aussehen lässt. Ein Gramm kann bis zu drei Liter Feuchtigkeit binden! Da Hyaluronsäure auch in Hahnenkämmen vorkommt, wurden in den 80er Jahren viele konventionelle Cremes mit diesem tierischen Wirkstoff angereichert. Heute wird der Feuchtigkeitsspender im konventionellen Bereich synthetisch hergestellt oder aus Bakterienkulturen gewonnen. Bio-Hyaluronsäure dagegen, die in der Naturkosmetik in jeder Anti-Falten-Pflege vorkommt, wird mit Hilfe von Mikroorganismen aus Weizen gewonnen. Und ist damit nicht nur rein biologisch sondern auch zu 100 Prozent vegan.

Diese Bio-Cremes lassen Dich garantiert nicht hängen:

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2 Gedanken zu „Echt stark: Anti-Aging aus der Natur“

    1. Liebe Jutta, vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir kennen Regulat Beauty seit einigen Jahren – das Unternehmen hatte (2014 oder 2015?) auf der Weltleitmesse für Naturkosmetik Vivaness in Nürnberg ausgestellt. Damals waren sie das erste deutsche Unternehmen, das fermentierte Kosmetik im Handel präsentierte. Das macht die Produkte auch so besonders: Fermentation sorgt für besonders gute Verträglichkeit und Bioverfügbarkeit der Rohstoffe. Außerdem soll sie die hauteigene Produktion von Hyaluronsäure fördern und das macht sie prädestiniert als feuchtigkeitsspendende Anti-Aging-Pflege. Mehr erfährst Du in diesem Beitrag.
      Als wir die Produkte von Regulat Beauty ausprobiert haben, war das Feedback insgesamt recht positiv im Team – lediglich der Geruch war teilweise gewöhnungsbedürftig. In Sachen fermentierte Kosmetik sind bis heute weitere Marken erhältlich, darunter auch die BDIH-zertifizierte südkoreanische Marke Whamisa. Hier sind die Düfte leichter und dank der Methode des Layering lässt sich das Sortiment sehr einfach auf deine Hautbedürfnisse abstimmen. Vielleicht hast Du Lust zum Ausprobieren. 🙂
      Liebe Grüße, Dein naturalbeauty-Team

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