Down to earth: Lavaerde, Tonerde und Co.

Der Frühling naht und mit ihm Tauwetter, Regenfälle, Feuchtigkeit und matschige Erde! Für Schuhwerk, Kleidung und Co. ist das alles andere als günstig, aber als Hervorbringer einer großen Diversität an Frühblühern, hat dieser Matsch so einiges an Nährstoffen zu bieten. Das können wir uns doch sicherlich auch in der Körperpflege zunutze machen? Wir haben Lava-, Heil- und Tonerde einmal genauer unter die Lupe genommen.
Titelbild Magazin: Down to Earth Bild: pixabay
Lavaerde

Auch wenn der Name es vielleicht im ersten Moment anders vermuten lässt: Lavaerde hat nichts mit Vulkanen oder Lava zu tun. Abgeleitet vom lateinischen Wort „lavare“ (waschen), dient der mineralstoffreiche gemahlene Ton der sanften, natürlichen Hautreinigung und kann daher als täglicher Seifenersatz verwendet werden. Rührt man das weiße bis hellbraune Pulver mit Wasser an, erhält es eine gelige Konsistenz, die Schmutzteilchen und überschüssiges Hautfett praktisch aufsaugt und so einen geklärten Teint mit freien Poren hinterlässt. Der hohe Mineralstoffreichtum und die nicht-rückfettenden Eigenschaften, prädestinieren Lavaerde übrigens auch für die Haarpflege! Viele Anhänger der Trend-Bewegung „No Poo“ verwenden Lavaerde oder Tonerde daher zur Reinigung der Haare, da sie auf herkömmliches Shampoo und Co. verzichten wollen.

Tonerde

Grün, braun oder rosa – Tonerde gibt es in den verschiedensten Farben. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen Konzentrationen an Magnesium- und Eisenoxiden in der Erdschicht, in der die Tonerde abgebaut wird. Hier handelt es sich praktisch um ein Fossil, denn diese Schichten entstanden während der letzten Eiszeit und werden auch als Löss bezeichnet. Schon die alten Ägypter nutzten diese Tonerde für antiseptische Schlammbäder – klar, dass auch wir in der heutigen Zeit auf Masken mit klärender Eigenschaft nicht verzichten wollen! Wie ein Schwamm nimmt Tonerde abgestorbene Hautschüppchen und Talg auf, damit die Haut wieder durchatmen kann.

Schlamm

Auch wenn wir den zu Regenzeiten zur Genüge vor der Haustüre haben, sollte man für Beauty-Treatments doch den besonderen Schlamm aus dem Toten Meer verwenden. Der verfügt nämlich über einen sehr hohen Anteil an Magnesium, Kalium und Spurenelementen. Er wird gerne als Ganzkörperpeeling verwendet, da er die Haut porentief reinigt und ausgleicht. Bei sensibler Haut ist jedoch Vorsicht geboten: Der hohe Salzgehalt kann zu Reizungen führen und an trockenen, entzündeten Stellen ein Brennen verursachen.

Schlick

Optisch ähnelt er dunklem Kuchenteig, doch sobald man ein Näschen voll davon nimmt, wird klar: Hier ist Meer im Spiel! Die Kombination aus Feinsand, Algen und  organischen Überresten von Meerestieren wird bei Ebbe freigelegt und verfügt über einen hohen Anteil an Aminosäuren und Spurenelementen. Etwas Schlick in der Badewanne oder direkt als Peeling auf der Haut fördert die Durchblutung, wirkt beispielsweise bei Neurodermitis entzündungshemmend und lindert vor allem den lästigen Juckreiz.

Moor

Allein schon der Name jagt einem Schauer über den Rücken – dabei hat das Moor so einiges zu bieten. Beim Verrotten von Kräutern, Holz und Co. unter Sauerstoffabschluss und Nässe entsteht nämlich ein wahrer Power-Cocktail, der entzündungshemmend und antibakteriell wirkt. Als Gesichtsmaske beruhigt es die Haut, doch auch ein Moorbad hat seine Reize. Durch seine langsame Wärmeleitfähigkeit, dringt die Wärme ganz gemächlich und langanhaltend in den Körper, regt dadurch die Durchblutung an und löst sogar Verspannungen in den Muskeln.

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