CC-Creams: Gepflegt in Deckung gehen

Das Alphabet der Schönheit hat zwei neue Buchstaben: CC-Creams gelten als Weiterentwicklung der BB-Creams und waren auf der Vivaness der absolute Hit. Für wen sind die neuen Korrekturcremes geeignet? Was sie können – und wann es Sinn macht, stattdessen lieber zu Spezialpflege zu greifen.
Titelbild Magazin: Magazin: CC-Creams: Gepflegt in Deckung gehen Bild: pixabay

Coffee to go, Overnight-Kurier, Express-Maske: Unser tägliches Leben wird ganz schön vom Tempo bestimmt. Wir versuchen, immer mehr in immer weniger Zeit zu schaffen. Kein Wunder, dass wir auch von unseren Kosmetikprodukten eine möglichst schnelle und effektive Wirkung erwarten. Die moderne Frau will nicht tausend Tiegel und Tuben im Badezimmer horten, sondern lieber ein paar ausgewählte Multi-Talente. Gibt’s doch schon, werden einige denken, denn BB-Creams scheinen alle nur erdenklichen Beauty-Wünsche in sich zu vereinen: Sie pflegen, tönen, kaschieren kleine Makel und haben manchmal sogar einen integrierten Lichtschutzfaktor. Doch dem setzen die Hersteller jetzt die Krone auf: CC-Creams, die nun auch auf den Naturkosmetik-Markt kommen. Was ist daran eigentlich anders?

Was hat sie, was ich nicht habe?

Auch wenn BB-Creams ursprünglich zum Abdecken von Narben und zum Schutz hoch sensibler Haut entwickelt wurden, eignen sich die meisten Produkte, die derzeit erhältlich sind, vor allem für eher unkomplizierte Hauttypen, bei denen keine speziellen Probleme behoben werden müssen. Sie sind zwar äußerst verträglich und praktisch, ähneln aber eher gut deckenden Tagescremes. CC Creams nehmen dagegen, wie die Abkürzung für „Color Correction“ schon andeutet, kleinere Korrekturen am Hautbild vor, indem sie z. B. Hautrötungen oder Pigmentflecken abdecken und mildern. Das erspart den Concealer, der bei einigen BB-Creams manchmal zusätzlich zum Einsatz kommen muss. Außerdem stecken in CC-Creams oft so viele tolle Anti-Aging-Wirkstoffe, dass sie sogar als Langzeitpflege für reife Haut zu empfehlen sind – oft ganz ohne extra Tagescreme darunter. Da zur Erhöhung der Deckkraft meist Titandioxid eingesetzt wird, schlagen viele Naturkosmetikhersteller zudem zwei Fliegen mit einer Klappe: Dieses mineralische Pigment mogelt nämlich nicht nur zuverlässig Unregelmäßigkeiten weg, sondern bietet obendrein einen höheren UV-Schutz als eine Reihe von BB-Creams. Allerdings verwischen sich immer öfter die Grenzen: Statt CC-Creams zu entwickeln, rüsten einige Bio-Beauty-Hersteller ihre BB-Creams einfach auf. So gibt es die erste Generation mittlerweile schon häufig in mehreren Farbtönen zur Auswahl und auch Gänseblümchen-Extrakt gegen Pigmentflecken ist bereits enthalten. Dass beide Produktarten sich oft ähneln, merkt man übrigens auch an den Zahlenangaben auf der Verpackung. Begriffe wie „8 in 1“ findet man nicht nur auf CC-, sondern auch auf ein paar neuen BB-Creams.

Experten gesucht: Pickel, Sonnenschutz und Couperose

Klingt gut, aber können BB- und CC-Creams Spezialprodukte tatsächlich sang- und klanglos ersetzen? Natürlich nicht. Wer zu Pusteln neigt, braucht eine gezielt auf dieses Problem abgestimmte Pflege und maßgeschneiderte Wirkstoffe wie etwa Thymian, Salbei oder Manukaöl. In diesem Fall ist es daher effektiver, eine Tagescreme für unreine Haut zu benutzen und Pickel mit einem antibakteriellen Concealer zu verstecken. Auch bei Couperose kommt Ihr um extra Abdeckprodukte, die das Rot der erweiterten Äderchen durch grüne Pigmente neutralisieren, nicht herum. Wer sich im Sommer länger draußen aufhält, sollte beim Joggen, am Strand oder im Garten auf jeden Fall zu einer Sonnencreme greifen, denn dann reicht der Lichtschutz der meisten BB- und CC-Creams meist nicht aus. Die gibt es sogar schon getönt!

Da sind sie:
Die neuen Naturkosmetik-CC-Creams

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