Alarmstufe Rot: Hilfe gegen Couperose

Feuerrot schimmern feinste Äderchen durch die Gesichtshaut: Couperose nennt man diese Gefäßerweiterung, die sich deutlich an Nase und Wangen zeigt. Doch mit ein paar pfiffigen Tricks, Make-up, Kakao und Naturkosmetik bleibt alles im grünen Bereich.
Magazin: Alarmstufe Rot: Hilfe gegen Couperose Bild: pixabay

Rosige Wangen sind eigentlich was Schönes. Aber nicht unbedingt, wenn es sich dabei um Couperose handelt. Schuld an den erweiterten Äderchen, die sich netzartig über Wangen und Nasenflügel ziehen, ist eine anlagebedingte Erschlaffung der Kapillarwände. Dadurch staut sich das Blut und leuchtet sichtbar durch die Haut. Betroffen sind vor allem Menschen in der zweiten Lebenshälfte mit genetisch bedingter Bindegewebsschwäche und sensibler, leicht reizbarer Haut. Weil die hellhäutigen, rothaarigen Iren häufiger Couperose haben als der Durchschnitt, werden die feinen Äderchen im englischsprachigen Raum übrigens auch „Curse of the Celts“ – „Fluch der Kelten“ – genannt. Besonders auffällig wird das Phänomen im Herbst und Winter, denn der Wechsel von überheizten Räumen und eisigem Wind bedeutet für die Gefäße Schwerstarbeit: Bei Wärme müssen sie sich ausdehnen und bei Kälte zusammenziehen. Vermeiden lässt sich das natürlich nicht, aber zumindest lindern.

Schokoladenseite zeigen

Intensive Sonnenbestrahlung sollte man vermeiden, denn UV-Licht greift das zarte Bindegewebe im Wangen- und Nasenbereich an. Dadurch werden die feinen Blutgefäße, die direkt unter der Haut liegen, sichtbar. Wer in der Mittagspause länger in der Sonne sitzt oder am Wochenende wandern geht, sollte vorsichtshalber ein wenig Sonnencreme auftragen. Am besten nutzt man mineralischen Sonnenschutz, der ohne chemische UV-Filter auskommt. Darüber hinaus fördern Saunabesuche, Dampfbäder und Bürstenmassagen die Gesichtsrötung und sollten daher eingeschränkt werden. Rauchen schadet unserer Haut generell, bei Couperose sollte man aber erst recht auf Zigaretten verzichten, denn Nikotin verengt die Gefäße und das Blut staut sich folglich noch mehr in den Äderchen. Auch Kaffee, Alkohol und Dauerstress begünstigen Gefäßveränderungen und sollten möglichst vermieden werden. Lieber ein leckerer Kakao! Forscher der Universität Münster haben entdeckt, dass die darin enthaltenen Polyphenole, Pflanzenfarb- und Aromastoffe das Bindegewebe schützen und das Wachstum neuer Hautzellen anregen.

Schichtwechsel und Farbtherapie: So hilft Kosmetik

Und was kann man in punkto Pflege tun, um anfällige Haut zu unterstützen? Fest steht: Besonders Menschen mit trockener Haut neigen zu Couperose. Trotzdem solltet Ihr tagsüber, wenn Ihr Euch bewegt und das Blut leicht in Wallung gerät, mit reichhaltigen Cremes zurückhaltend sein, weil Cremes mit hohem Fettanteil sich wie eine schwere Decke auf die Haut legen. Über dem Gefäßstau kann sonst nämlich zusätzlich noch ein Wärmestau entstehen. Verwendet morgens lieber eine feuchtigkeitsbasierte Pflege mit beruhigenden Zutaten wie Aloe vera, Algen, Quittensamenöl, Malvenextrakt oder Schmetterlingsflieder. Gut sind auch Zutaten, die einen adstringierenden Effekt auf die Äderchen ausüben, also zum Beispiel Mäusedorn, Beinwell und Hamamelis. Nachts, wenn Ihr schlaft, könnt Ihr Eure Haut dann mit einer etwas reichhaltigeren Pflege aufpäppeln. Bei kalten Temperaturen ist allerdings auch tagsüber ein wenig mehr Öl gefragt. Nehmt bei Unwetter einfach Eure Nachtcreme mal tags. Raffiniert sind zudem Fettstifte, die nicht nur die Lippen schützen, sondern obendrein zur gezielten Pflege der Wangen benutzt werden können. Damit Couperose weniger auffällt, könnt Ihr auch zu Foundations oder Concealern greifen. Besonders gut lassen sich die Äderchen kaschieren, wenn Ihr vor dem Make-up einen Klecks zartgrüne Abdeckpaste auftragt – dieser Farbton neutralisiert nämlich optimal das Rot.

Gepflegt undercover gehen: Naturkosmetik-Helfer gegen Couperose

Schützende Tagescreme von Oceanwell mit Laminaria-Algen, Hamamelis und Sheabutter
Pure Sensitive Beruhigende Feuchtigkeitscreme von Farfalla mit Aloe vera und Schmetterlingsflieder
Natural Face Creme Light von Speick mit Aloe vera und Baobaböl

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