Großmutters Salbenschatz

„Do it yourself“ liegt voll im Trend – nicht nur beim Handwerkern sondern auch bei der Zubereitung von Cremes oder Salben. Immer mehr Menschen wollen sich nicht mehr nur auf Industrieprodukte verlassen, sondern selbst wissen „was drin“ steckt. Die Krankenschwester und Heilpflanzen-Expertin Silvia Zweimüller hat die bekanntesten Salbenrezepte gesammelt und in ihrem Buch „DIY Heilsalben“ vorgestellt. Entstanden ist dabei ein wahrer Salbenschatz aus Großmutters Zeit.

Ob Beinwellsalbe für die Gelenke, Hustenbalsam in der kalten Jahreszeit, eine entzündungshemmende und wundheilende Ringelblumencreme oder ein antiseptisch wirkender Majoranbalsam – dieses kleine Büchlein von Silvia Zweimüller enthält Rezepte für all die Salben, die man im Alltag so braucht. Generationen von Müttern und Großmüttern kannten dieses Wissen und gaben es an ihre Kinder und Enkelkinder weiter. In ihrer Einleitung schreibt die Autorin: „In meiner Kindheit war es selbstverständlich, dass meine Mutter die Heilmittel für die Familie selbst herstellte – Spitzwegerich- oder Tannenwipferlsaft, Ringelblumensalbe oder Arnikatinktur waren bei uns immer vorrätig.“ Aufgrund der zunehmenden Berufstätigkeit der Frauen und durch die „Schnellebigkeit“ sei dieses wertvolle Kräuterwissen weitgehend verloren gegangen. Und genau diese Umstände veranlassten Silvia Zweimüller zur Veröffentlichung ihrer Rezeptesammlung.

So entstehen Salben & Cremes
Bevor es jedoch an die Zubereitung von Ringelblumensalbe & Co. geht, gibt die Autorin zunächst eine kleine und umfassende Einführung in die Basics des Salbenrührens und stellt die wichtigsten Geräte und Inhaltsstoffe vor, die man für die Herstellung braucht. In Schritt-für-Schritt-Anleitungen erläutert sie die Entstehung einer guten Salbe, erklärt den Begriff Wasserbad und welches die wichtigsten Zutaten sind. Sie erläutert die Eigenschaften von ätherischen Ölen, wie etwa Lavendelöl, Geranie oder Zypresse und stellt die wichtigsten Pflanzen vor, aus denen schon zu Großmutters Zeiten Heilsalben gemacht wurden.

Dann geht es schließlich ans Eingemachte: Die Rezepte. Anhand von zahlreichen Bildern erklärt sie Schritt für Schritt das Salben- und Balsam-Grundrezept und liefert anschließend die gängigsten Rezepte, zum Beispiel für eine Beinwell- und Ringelblumensalbe, eine Schutzcreme bei Erkältungen oder für verschiedene Lippenbalsame.

Das Buch enthält zahlreiche Fotos und Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die das Nachkochen sehr erleichtern. Die Rezepte und Informationen sind gut strukturiert, leicht verständlich und relativ kurz gehalten. Man merkt, dass Silvia Zweimüller schon viele Workshops zu diesem Thema gehalten hat und dass sie weiß, auf welche Fakten es ankommt.

Fazit: Dieses Buch macht Lust auf das Salben-Kochen und das Weitergeben dieses Wissens an andere.

Silvia Zweimüller, „DIY Heilsalben“, Freya Verlag, 64 Seiten, 7,90 Euro hier bei Amazon bestellen.

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