Du kommst hier nicht rein: Hydrochinon

Ein makelloser Porzellanteint? Durchaus erstrebenswert. Wenn es jedoch um die Aufhellung von Pigmentflecken im Zeichen der Schönheit geht, ist Vorsicht geboten: Trotz eines EU-weiten Verbotes zum Einsatz in Hautpräparaten, tauchen immer wieder Tuben und Tiegel auf, die das Bleichmittel Hydrochinon enthalten. Eine echte Gefahr, die zu Langzeitschäden führen kann.
Du kommst hier nicht rein: Hydrochinon, Foto: PIXABAY
Wie findet man Hydrochinon in der INCI-Liste?

Hydrochinon oder Hydroquinone sind gängige Bezeichnungen in der INCI. Seltener findet man den Stoff als 1,4-Dihydroxybenzol, Benzol-1,4-diol, Benzen-1,4-diol, Eldoquin oder Chinol.

Was ist Hydrochinon eigentlich?

Hydrochinon ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phenole. Es ist ein farbloser bis leicht rosaroter Feststoff. In der Natur kommt er unter anderem in der Preiselbeere, im Chinarindenbaum und im Abwehrsekret des Bombardierkäfers vor.

Was bewirkt es und wo wird es eingesetzt?

In der Industrie wird Hydrochinon bei der Kunststoffherstellung, als Bestandteil von Färbemitteln, als Konservierungsmittel (zum Beispiel für Öle, Fette und Anstrichmittel) sowie als Entwickler in der Fotoindustrie eingesetzt. In chemischen Haarfarben dient es häufig als Aufheller. Hydronchinon fand man lange Zeit auch in dermatologischen Arzneimitteln. Es wirkte darin als Depigmentierungsmittel zum Ausgleich des Hauttons – denn es lindert wirksam Pigmentstörungen sowie Altersflecken. Es dringt dabei tief in die Zellen ein, um die Herstellung von Melanin zu hemmen.

Mit Ausnahme von Haarfärbemitteln, ist die Anwendung in Kosmetikprodukten in Europa heute aufgrund schwerer Nebenwirkungen untersagt.

Warum ist Hydrochinon problematisch?

Der Stoff gilt als akut toxisch. Unter anderem verursacht Hydrochinon bei der oralen Einnahme eine Blutschädigung, die den Sauerstofftransport blockiert. Die Folge: Tod durch Atemversagen. Hydrochinon wirkt außerdem reizend auf Haut und Augen, verursacht Allergien und steht in Verdacht, die Keimzellen zu schädigen und krebserzeugend zu wirken.

Unser Fazit

Ekzeme, Allergien und enorme gesundheitliche Risiken wiegen schwer als Argumente gegen Hydrochinon als Bleichmittel in Kosmetik. Obwohl es in Haarfärbemitteln nach wie vor erlaubt ist, ist dringend von seiner Verwendung abzuraten. Beim Thema Haut wähnt man sich sicher – doch obwohl Hydrochinon in der EU nicht mehr als Wirkstoff in Hautbleichmittel enthalten sein darf, werden immer wieder Kosmetikprodukte eingeführt und vertrieben, die den schädlichen Stoff nach wie vor enthalten. Darüber hinaus findet die Beauty-Industrie weiterhin Wege, das Verbot quasi legal zu umgehen: Einige Cremes enthalten beispielsweise den Wirkstoff Arbutin, der Hydrochinon dann im Körper freisetzt. Wer Pigmentflecken unbedingt aufhellen möchte, sollte auf pflanzliche Wirkstoffe zurückgreifen: Malve, Pfefferminze, Gänseblümchen, Melisse, Echinacea oder Schafgarbe und auch Vitamin C können sanft gegen unerwünschte Hautverfärbungen eingesetzt werden.

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